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Die Rede des Bürgermeisters von Tuzla Hr. Selim Beslagic
25.Mai 1995. United Nations Security Council
Meine Herren. Am 25.Mai um 20h55 ereignete sich ein schreckliches Verbrechen in Tuzla. Karadzic`s Faschisten trafen das Zentrum der Stadt, wo die Jugendlichen von Tuzla sich versammeln und töteten über 65 Mädchen, Jungs und Kinder. Mehr als 100 sind verwundet. Die Zahl der Opfer erhöht sich von Stunde zu Stunde. Glauben Sie nicht dass ich sie in einer diplomatischen Sprache anspreche, jetzt, in einem höchst schmerzvollen Augenblick in der Geschichte dieser Stadt. Heute nacht sammeln die Eltern von Tuzla die Körperteile ihrer Kindern von den Strasse Tuzla`s. Wenige Stunden zuvor hatten ihre Kinder ihr Heim verlassen, mit dem Glauben an eine bessere Zukunft. Sie sollten wissen, das in diesem Moment von Schmerz über ganz Tuzla, da ist kein weiteres Dilemma und kein anderes. Die UN, die Beschützer des Weltfriedens und grundlegender menschlicher Werte sein sollte, und nicht stellvertretende Teilnehmer in diesem Verbrechen. Das Tolerieren der Verbrechen in Bosnien die letzten drei Jahre ist nichts anderes als das ignorierende Zuschauens unseres Sterbens. Wenn Ihr nach diesem schrecklichen Verbrechen wieder ruhig verweilt, wenn Ihr wieder nicht die Armee braucht, die als einzige rechtliche Macht, den Schutz unschuldiger Menschen vor Karadzic`s Serben`s Verbrechen gewährt, dann sind und bleibt ihr ohne Zweifel auf der Seite des Bösen, der Dunkelheit und des Faschismus. Ihr habt Tuzla und andere belagerte Städte in Bosnien Herzegovina als sichere Gebiete deklariert. Ihr habt alle diplomatischen Möglichkeiten ausgeschöpft. Ununterbrochen werden unschuldige Kinder und Menschen ermordet. Für Gottes Schuld und Menschlichkeit gebraucht endlich die Armee.
Bürgermeister Selim Beslagic